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zuletzt aktualisiert: 20.10.2018

Puten

Die Puten sind unser größtes und schwerstes Hausgeflügel. Ein Hahn wiegt 10 bis 14 kg die Henne wiegt 6 bis 8 kg. Besondere Merkmale sind das Radschlagen des Hahns, sein lautes Kollern und dumpfe „Stoßlaute“ während der Balz. Dabei und bei Erregung wird der Fleischzapfen am Oberschnabel stark vergrößert. Der alte Hahn trägt an der Brust einen 10 bis 12 cm langen rosshaarähnlichen schwarzen Haarbüschel. Der Kopf ist unbefiedert mit abwechselnd blauer weißer und roter Haut.
Die Ahnen des Urtyps der Bronzepute stammen aus Nordamerika aus dem Gebiet der Südgrenze Kanadas bis zum Golf von Mexico. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit wurden sie von den Indianern gehalten, sie nutzten Fleisch, Knochen (für Werkzeuge) und Federn (für Schmuck und Kleidung). 1520 brachten spanische Seefahrer Truthühner mit in ihre Heimat, nach Deutschland gelangten sie 1533. Zunächst waren sie sehr kostbar: Es gibt eine Bestimmung des Rats von Venedig, auf welcher Festtafel „Indische Hühner“ – so hießen Truthühner seinerzeit - aufgetragen werden durften. Damit ist es jetzt, 470 Jahre später, leider vorbei. Putenfleisch ist heute eines der billigsten Nahrungsmittel tierischer Herkunft.

Das Putenfleisch heute stammt aber überwiegend auch nicht mehr von dem hübschen schwarzbraunem Tier mit dem bogenförmig angeordneten, in allen Regenbogenfarben schillernden Bronzeglanz. Es stammt aus großen Farmen. Das Leben der Tiere ist geprägt von Bewegungsarmut, angezüchtetem Doppelmuskel, Antibiotika (kann übrigens als Ursache für antibiotikaresistente Keime beim Menschen nicht ausgeschlossen werden). Normale Bronzeputen sind selten geworden, werden aber immer noch bei Hobbyzüchtern und Landwirten gehalten.

Für die Zucht von Puten rechnet man mit ungefähr zehn Hennen pro Hahn. Die Eier wiegen 80 bis 120 g und sind bräunlich mit dunkleren braunroten Punkten. Wenn man sie laufend aus dem Nest entfernt, legen die Hennen pro Jahr um die 100 Stück. Die Hennen der Puten sind ausgezeichnete Brüterinnen und Führerinnen ihrer Küken. Sie sind ebenso geeignet, Hühnerküken auszubrüten und wurden früher auch oft allein zu diesem Zweck gehalten. Die natürliche Brut eines Geleges von 15 bis 20 Eiern beginnt bei uns etwa Anfang April und dauert 28 Tage. Bei der Aufzucht muss man das schnelle Wachstum berücksichtigen und für ausreichend Vitamine, Eiweiße und Mineralstoffe sorgen.

Für die Haltung ideal sind Wiesenausläufe, die möglichst noch durch Bäume strukturiert sind wie z.B. Streuobstwiesen. Da die ursprüngliche Pute aber, im Gegensatz zu ihren X-beinigen Verwandten aus dem Maststall, gute Flugeigenschaften besitzt, muss sie mit mindestens 1,50 m Zaunhöhe eingezäunt werden. Puten sind Laufvögel und zur Futtersuche ständig in Bewegung. Sie können sehr weit sehen und warnen, viel eher als Hühner es tun, vor Raubvögeln. Lässt man Puten frei weiden, ernähren sie sich überwiegend von Früchten, Gräsern und Blättern, aber auch von Insekten, Schnecken und anderen Kleinsttieren. Daneben brauchen sie Sand als Unterstützung des Magens zur Zerkleinerung der Nahrung.

 

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